„Mercedes hat die wie Toastbrot rausgehauen – kein Gewinnspiel ohne SLK“ – Überangebot von Blech
Veraltet

Wahrer Reichtum bedeutet Platz zu haben für Dinge, nicht Dinge zu besitzen

Erinnert sich noch jemand an die 80er Jahre, in denen Autos einfach wegrosteten? Die verwendeten Stahlsorten schlecht, Vollverzinkung exotisch und Motoren auch einfach mal den Geist aufgaben? Heutzutage halten die Kisten einfach viel zu lange. Und das drückt dann die Preis für ein solches Ding – ich möchte fast von einem Überangebot von Blechkisten sprechen.

Wie viel Euro musste der jetzige Besitzer für die silberne Kiste auf seiner Hubbühne zahlen? 5.000? 6.000? Nein: 1.000.

1.000 Euro, und man ist stolzer Besitzer eines Wagens mit 100 kW Leistung und Blech-Faltdach. Und was muss ein Auto 23 Stunden am Tag machen? Rumstehen. Wo? Im Straßenraum.

Es gilt einfach dieses Privileg Auto-Abhängigen zu verweigern. Raum gehört allen. Die Luft auch.

Und wenn alles „gut“ läuft, kann die jetzt 16-jährige Tochter damit bald begleitet durch die Straßen fahren. Hurra. Die nächste Generation Auto-Abhängiger wächst heran.

Irgendjemand raunte mir zu, dass das kein Auto für einen Mann sei, sondern für dessen Geliebte. Männer schenkten Frauen Autos, um sie von sich abhängig zu machen. Ich musste sauer aufstoßen und dachte an die Aktion des Ordnungsamtes Ratingen, bei der sich die neue Leitung zum Einstand mit der Feuerwehr durch ein Wohngebiet aufgemacht hatte und auch mal abschleppen ließ. Auf der Straße war die Anfeindung heftig – wo solle denn sonst der Fuhrpark mit bis zu 5 Fahrzeugen pro Haushalt stehen? Vielleicht gibt doch noch Hoffnung. Und ein „Nein“, wenn jemand ein Auto verschenkt.

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