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Mit dem Pferd zur Arbeit

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Vorgespanntes Shetty

Der Aufkleber auf der Plakette zum Pferd kostet in etwa das an Gebühren, die ich für mein Elektroauto auch mal jährlich bezahlt habe

Selfie vom Pony

Verbundpflaster ist jetzt nicht die ideale Lösung für unbeschlagene Equiden, aber mal geht das

Pferdeäpfel auf Weg

Über Nacht verschwinden Pferdeäpfel nicht, ich habe mal abgewartet…

Da ich mit meiner Art und Weise zur Arbeit zu fahren in meinem Kollegenkreis eine permanente Provokation darstelle, sind meine Kollegen auch immer sehr bemüht, meinen impliziten moralischen Zeigefinger zu karikieren. Kommt die Sprache beim gemeinsamen Essen zum Beispiel auf #mdrza (Mit dem Rad zur Arbeit), werden wilde Assoziationen losgelassen: Statt Stellplätze für Fahrräder ist dann von Stellflächen für Pferde die Rede, statt Dienstpedelecs direkt von Dienst-Giraffen. Gut, Giraffen haben nicht so den Bock geritten zu werden. Aber auf einer Giraffe über die an der Kreuzung stehenden Autos zu reiten, das gefällt. Überhaupt die Kreuzungen … Ost-West gibt es ja längs der Wupper gute Möglichkeiten muskelbetrieben vorwärts zu kommen – abschreckend sind die Nord-Süd-Verbindungen – und da vor allem die Kreuzungsanlagen wie Robert-Daum-Platz, Döppersberg und Alter Markt, die das Vorhaben – „ich kaufe mir auch mal ein Fahrrad/Pedelec um zur Arbeit zu fahren“ psychologisch im Keim ersticken. Hey, jemand muss mal anfangen – ein Fahrrad/Pedelec mehr ist gleich ein Auto weniger! Nicht auf den roten Teppich warten – starten!

Tja, Talquerungen … jetzt ist ja wieder die Rede von einer Talbrücke – aber vielleicht nicht an der engsten Stelle des Tales, sondern an einer, die am notwendigsten wäre  … also mitten über Elberfeld.

Aber es ist für mich immer wieder schön, wenn sich Menschen Alternativen zum Autofahren überlegen und ihr eigenes Verhalten reflektieren.

4 Kommentare

  1. Ah, eine Touristenbrücke. Wo stellen die Leute denn ihr Auto ab, wenn sie darüber laufen wollen? Im Hunsrück ist ja massig Platz.

    Aber dann soll es auch eine Brücke für den örtlichen Rad- und Fußverkehr sein. Da freuen sich die Touris, wenn andauernd ein Fahrrad ins Bild rauscht.

    • Nicht nur im Hunsrück, auch auf dem Weg zum südlichen Ende – https://blog.westrad.de/alternativ-route-ueber-den-kiesberg/ – ist noch jede Menge Platz am Fahrbahnrand. Aber Du hast Recht, es ist nur ein touristischer Gag.
      Wobei in der Präsentation https://www.wuppertal.de/rathaus/onlinedienste/ris/si0050.php?__ksinr=16007 „Brückenschlag Wupperpforte“ auf Seite 31 tatsächlich der Schornstein des Heizkraftwerkes rausretuschiert wurde. Peinlich. Auf Seite 2 der Präsi ist er gut zu sehen.

      • Wenn, dann sollte man da eine Brücke bauen, die wirklich für den Fußverkehr geeignet ist und gerade auch für den Radverkehr, damit der über’s Tal kommen kann, auch wenn das nicht die Hauptbeziehung ist.

        • Nunja, es gibt den Dorper Tunnel mit seinen 488 Metern nicht ohne Grund – der führt unter- bzw. hinter der „Kaiserhöhe“ (257 m ü NHN) oder dem Nützenberg her. Cool wäre natürlich von dem Dr.-Werner-Jackstädt-Weg (175 m ü NHN) einen Durchstich nach Süden zu machen (als 1.000 Meter langen Tunnel) und dann als 400 Meter lange Brücke rüber zur Sambatrasse bei etwa 175 m – und somit 40 Meter über der Talsohle. Das würde eine Hauptbeziehung werden 😉

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